Hyalinobatrachium valerioi

1,1 H. valerioi  
  Bauchansicht
1,0 mit frischem Gelege  


Fortpflanzungsverhalten von Hyalinobatrachium valerioi im Terrarium

H. valerioi zählen mit einer Kopf-Rumpf-Länge von ca. 30 mm zu den kleineren Glasfrosch-Arten. Dabei unterscheiden sich die Geschlechter nicht voneinander. Jedoch kann man die adulten weiblichen Tiere gut erkennen. Sie haben eigentlich immer, ein Gelege im Bauch. Auch kurz nach dem Ablaichen sieht man die kleinen hellgrünen Eier durch die Haut schimmern.

Sobald die Luftfeuchtigkeit durch vermehrtes Beregnen (über mehrere Tage) ansteigt, beginnen die Männchen mit der Balz. Sie sitzen meist an der Unterseite von größeren Blättern und rufen. Wenn sich ein laichbereites Weibchen nähert, klettert das Männchen auf den Rücken des Weibchens (Amplexus). Die Eier werden an die Unterseite eines größeren Blattes geklebt. H. valerioi zählt zu den brutpflegenden Arten. Das Männchen bewacht Tag und Nacht das Gelege und verteidigt es gegen Freßfeinde.

Die Gelege bestehen -nach eigenen Beobachtungen bzw. Zählungen- aus ca. 15 – 40 sehr hellen (weißen – hellgrünen) Eiern. Die Entwicklung des Geleges dauert, je nach Temperatur, ca. 3 Wochen. Die Kaulquappen schlüpfen jedoch auch schon etwas früher, wenn Wasser aufs Gelege tropft. Um den Schlupf herbeizuführen, muss Regen simuliert werden. Die Quappen schlüpfen im Biotop bei starkem Regen und werden so, vom Blatt in den darunter verlaufenden Bach gespült.

Beim Schlupf haben die Quappen eine Länge von ca. 10 mm. Der helle Körper ist mit nur ca. 1 mm sehr schlank. Die Quappen sind sehr agil und schwimmen recht schnell. Sie scheinen Algen zu bevorzugen und weiden regelrecht Steine, Wurzeln und Pflanzen ab. Anfangs wachsen sie recht langsam, im ersten Monat nur ca. einen cm. Ab dem 2. Monat entwickeln sie sich schneller. Die ersten kleinen Ansätze der Hinterbeinchen sind nach ca. 8 - 10 Wochen zu sehen. Nach ca. 3 1/2 - 4 Monaten gehen die winzigen Tiere mit einer Körperlänge von 10 – 12 mm an Land. Der Schwanz ist zu diesem Zeitpunkt noch in seiner gesamten Länge erhalten. Dieser wird jedoch recht bald resorbiert.

Ich halte eine gewissen Wasserbewegung und Sauerstoffzufuhr im Quappenbehälter für zwingend notwendig. Das ergibt sich auch aus der Lebensweise im Biotop.

Quappe frisch geschlüpft noch mit Dottersack Quappe ca. 2 Wochen
Quappe ca. 5 Wochen Quappe ca. 8 Wochen
Quappe mit ca. 11 Wochen Quappe ohne Blitz fotografiert - die Haut schimmert weiß
Quappe nach 13 Wochen - die Hinterbeine sind bereits gut ausgebildet Größe beim Landgang nach genau 15 Wochen
0,0,1 H. valerioi 0,0,1 H. valerioi wenige Tage nach dem Landgang